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Leserbriefe visionM
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Leserbriefe visionM




visionM, das Meinungsmagazin für Mitteldeutschland stellte in der Dezemberausgabe 12/04 die Idee des MICHAELIS-BUNDES erstmals in der Öffentlichkeit vor. Hier die Reaktionen darauf:



"Factoring-Branche in Gefahr"
Markus Lang, Crefo Factoring, Pforzheim bangt um seinen Job:

"An sich ist die Idee ja nichts Schlechtes, nichts desto trotz hoffe ich, dass das Projekt nicht allzu sehr von Erfolg gekrönt sein wird, weil so auf Dauer ja meine Branche (Factoring) überflüssig würde und ich mich nach einem neuen Job umsehen dürfte - vielleicht als Siegelträger des Michaelisbundes?"
http://www.crefo-factoring.de/gesellschaften/pforzheim/index.html
Ein Unternehmen der Creditreform Gruppe

Anmerkung: Lieber Herr Lang, machen Sie sich um Ihren Job keine Sorgen. Wenn der Zahlungskreislauf wieder stimmt, können die Unternehmen wachsen und in Arbeitsplätze investieren (Notfalls machen Sie bei uns mit :-)
Ihr Reinhold Hartmann


"Anforderungen sehr scharf"
Alexander Jobst, Inhaber CashDesign Financials & Consulting, Freiberg sieht einen langen aber lohnenswerten Weg:

"Die Absicht ist löblich und verdient aus meiner Sicht volle Unterstützung. Es wird ganz wesentlich darauf ankommen, die Liquidität der Unternehmen zu stärken, bevor sie überhaupt in der Lage sein werden, die - so lese ich die Aussagen - scharfen Anforderungen überhaupt erfüllen zu KÖNNEN. Spielt ein Glied der Kette nicht mit, hat dies ja oft Folgen für die ganze Kette. Gedanklich weiter gesponnen hätte das für mich zur Konsequenz, die ganze Lieferanten-Kunden-Kette müsste das Siegel tragen. Hier sehe ich einen langen und lohnenswerten Weg."

Anmerkung: Lieber Herr Jobst, Sie haben das grundsätzlich richtig erkannt. Je mehr mitmachen, umso sicherer wird es für alle. Aber die Unternehmen müssen nicht erst die Liquidität stärken, sondern mit kleinen bilateralen Einzelbeziehungen innerhalb der Mitglieder abgesicherte Pfade beschreiten. Dann wird das Seil immer stärker.
Ihr Reinhold Hartmann


"Idee gut - Durchführung utopisch"
Marc Kuenzi, FACHWERK Flückiger/Kuenzi, Bern (Schweiz) kämpft auch in der Schweiz mit Schlechtzahlern:

"Ich halte die Idee des MICHAELIS-BUNDES von Herrn Hartmann für sehr gut. Wenn sich genug Firmen an diesem Netzwerk beteiligen, wird das sicher den Druck auf die notorischen Schlechtzahler erhöhen. In der Durchführung halte ich das Projekt aber eher für utopisch. Wir kämpfen in der Schweiz mit den selben Schwierigkeiten wie die Unternehmen in Deutschland. Die Gratwanderung zwischen "guten Kunden" behalten und Geld eintreiben zugunsten der eigenen Liquidität mache ich fast täglich, oder mindestens wöchentlich. Zahlungsmoral hat man oder hat sie nicht. Wer trotz schlechter Liquidität ständig über seine Verhältnisse (beziehungsweise die Verhältnisse der Firma) lebt, wird einmal die Quittung erhalten."
http://www.fachwerk.ch/content/e7/e9/index_ger.html

Anmerkung: Gruezi lieber Herr Kuenzi! Als Martin Luther-King auf die Straßen ging, hielten viele Amerikaner seine Vision für eine Utopie. Noch heute, Jahrzehnte später, ist das Rassenproblem in den USA nicht weg. Aber mit Condoleezza Rice haben wir eine erste farbige Außenministerin - Martin Luther-King hatte recht - oddr?
Ihr Reinhold Hartmann


"Schlechte Zahlungsmoral ist kein Kalkül"
Klaus Sauer, Vorstand der Dresdner Factoring AG, Dresden sieht in alternativen Finanzierungsformen eine Lösung, die Finanznot von Unternehmen zu lindern:

"Als mittelständisches Finanzierungsinstitut stehen wir dem Anliegen von Reinhold Hartmann, ein Gütesiegel für Zahlungssicherheit einzuführen, natürlich aufgeschlossen gegenüber. Denn tatsächlich sind Forderungsausfälle inzwischen für kleine und mittelständische Unternehmen zu einem großen Problem geworden: Jeder sechste Mittelständler bewertet sie in einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Euler Hermes als bedrohliches Risiko.

Diese Einschätzung können wir aus den Erfahrungen unserer Kunden nur bestätigen: Dem Mittelstand geht finanziell die Luft aus. Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass die Auftraggeber nicht bezahlen wollen - sie können es meist nicht. Schlechte Zahlungsdisziplin entsteht überwiegend aufgrund mangelnder Liquidität, nicht aus Kalkül heraus, wie dieselbe Studie belegt. Mit der veränderten Geschäftspolitik der Banken fällt es vielen
schwer, die Durststrecke von der Rechnungslegung bis zum Zahlungseingang mit Krediten zu überbrücken. Die Folge: Die Unternehmen können ohne das Geld von ihren Kunden auch ihre Zulieferer nicht bezahlen - ein fataler Kreislauf beginnt.

Herr Hartmann weist im Interview darauf hin, dass zahlen wollen und zahlen können zwei unterschiedliche Sachverhalte sind. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Finanzierungsprobleme im Mittelstand eine rein moralische Frage sind. Das sind sie nicht! Das Michaelis-Gütesiegel mag ein Instrument sein, um die Symptome der Finanzierungsprobleme zu lindern. Die Ursache aber kann es nicht beseitigen: den chronischen Mangel an Liquidität, der unter anderem in einer zu geringen Eigenkapitalausstattung begründet liegt. Deshalb müssen Unternehmer heute ihre Finanzierung auf eine breitere Basis stellen. Das Vertrauen auf den guten Willen der Hausbank reicht längst nicht mehr aus. Nur wer abseits vom Bankkredit auch auf alternative Finanzierungsstrategien wie Leasing, Factoring oder Mezzanine-Kapital setzt, wird langfristig in der komfortablen Lage sein, allen Forderungen nachzukommen und sich mit dem Michaelis-Signet zu schmücken."
http://www.dresdner-factoring.de/

Anmerkung: Lieber Herr Sauer, ich stelle auch fest, dass in der Tat viele Mittelständler über eine mangelhafte Liquidität verfügen. Sie können oft nicht zahlen. Andererseits stelle ich aber auch fest, dass Konzerne, Beispiele könnte ich nennen, oder der eine oder andere Generalunternehmer im Bau mit Ihrer Geldmacht spielen und manches einfach nicht bezahlen wollen!
Ihr Reinhold Hartmann






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