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Aussagen aus der Praxis zur Zahlungsmoral


Das Thema Zahlungsmoral brennt vielen Unternehmern, Handwerkern und Freiberuflern unter den Nägeln. Hier einige Beispiele aus der täglichen Wirtschaftspraxis.

Wenn auch Sie uns Ihre Erfahrungen mitteilen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail an r.hartmann@michaelis-bund.de



"Schuldner lächeln nur"
Erik Kahnt, Vorstand der VIOSYS AG, wünscht sich mehr Öffentlichkeit

Mit dem Schritt in die Selbständigkeit vor 7 Jahren stand ein Gedanke besonders im Vordergrund. Lust auf eigene Leistung und mit den Ergebnissen gutes Geld verdienen. Von schlechter Zahlungsmoral war in der Öffentlichkeit damals schon die Rede, aber als naiver Anfänger glaubte ich, dass eine gute Geschäftsbeziehung und erstklassige Leistungen ausreichen, um damit kein Problem zu haben. Leider ist dem nicht immer so. Vor allem solche, die anscheinend planmäßig zu spät zahlen, verursachen Ärger und Kosten und setzen eine Kette in Gang, in deren Ergebnis alle verlieren. Selbst die Bitte und Aufforderung an einen säumigen Zahler doch rechtzeitig zu informieren und eine Vereinbahrung zu treffen stößt zuerst auf Versprechen und dann oft nur auf Schweigen. Offensichtlich will sich niemand eine Blöße geben.

Manchmal wünsche ich mir den Pranger auf dem Markt einer Stadt zurück, wo öffentlich gemacht wird, wer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Aber das wäre ja "unzumutbar". Heute treffen sich Gläubiger und Schuldner auf diversen Geschäftsveranstaltungen und lächeln. Im nichtöffentlichen Bereich, z.B. vor Gericht, kämpft dann der Gläubiger nicht selten mit bescheidenem Erfolg um sein Recht.

(Quelle: VIOSYS AG, Leipzig)


"Von der Praxis nicht angenommen"
Rechtsanwältin Marika Bjick hält das Gesetz zur Beschleunigung von Zahlungen für wenig hilfreich.

Das neue Zahlungsbeschleunigungsgesetz hat sich meiner Meinung nach in der Praxis nicht bewährt. Teilweise, so die Resonanz meiner Klienten, wird noch schleppender bezahlt, denn der Kunde wartet seelenruhig die 30 Tage-Frist und anschließend oft noch die erste Mahnung ab.

Verzugszinsen werden fast nie realisiert. Viele Gläubiger akzeptieren das, weil sie froh sind, irgendwann ihren Außenstand überhaupt zu erhalten.

(Quelle: RAin M. Bjick, Kanzlei Werner, Luger & Werner, Leipzig)






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